Digitale Didaktik: Gefangen im Korsett der Technik?

Die Werkstatt werkstatt.bpb.de hat sich mit der digitalen Didaktik ein altes Thema als neuen Schwerpunkt gewählt.  Diese Diskussion finde ich wichtig und veröffentliche hier meinen Debattenbeitrag.

Ein Blick in die Medien zeigt, digitale Bildung ist in aller Munde: Mein Lehrer ist nun der Bildschirm,  Samsung und Pons rufen das Ende der Kreidezeit aus und die FAZ fordert “Misstraut den Tablets!“. So viel Getöse kann schnell die Wahrnehmung beeinträchtigen. Es steht auch viel auf dem Spiel, denn wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen so die Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für das Thema Digitale Bildung Saskia Esken.

Bei aller Euphorie, die durch die prognostizierten Gestaltungsmöglichkeiten ausgelöst wird, finde ich es wichtig, innezuhalten und aus einer distanzierten Perspektiven ein paar grundlegende Überlegungen anzustellen.

Langkabel1892_Verkrüppelung_des_weiblichen_Brustkastens_durch_Korsett

Verkrüppelung des weiblichen Brustkastens durch Korsett Lizenz: Public Domain http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Langkabel1892_Verkr%C3%BCppelung_des_weiblichen_Brustkastens_durch_Korsett.jpg 

 

 

Technikverständnis

Digitale Bildung und Didaktik gründen auf einem bestimmten Verständnis von Technik, das die pädagogischen Konzept entscheidend prägt. Technik wird dabei prinzipiell als Hilfsmittel des Menschen betrachtet und ist verantwortlich für die Entstehung und Gestaltung von Kultur. So stellte die Kulturtechnik des Ackerbaus den ersten Versuch in der Menschheitsgeschichte zur Überwindung der Abhängigkeit von den Gaben und Gefahren der Natur dar. Die dabei entstehenden Verluste – Orientierung durch und an der Natur – wurden durch Technik kompensiert. Technik schuf somit neue Bedürfnisse, die sie durch Innovation befriedigen konnte.

Der altgriechische Begriff Techne umfasst neben der Bedeutung der handwerklichen Kunst zur Gestaltung der Natur und die Erzeugung künstlicher Dinge (Artefakte) auch den Bereich der Sozialtechnik (“List” und “Überlistung”), als Kunst zur Gestaltung der inneren, d.h. menschlichen Natur. Auch heute ist diese doppelte Bedeutung noch gegeben, so z.B. im Versicherungsbereich, wo personalisierte Policen mit “smarten” Geräte verknüpft werden. Technik (Geräte) steuert damit das soziale Verhalten (z.B. Sport).

Interessanterweise ist bereits im Buch Genesis die Vorstellung der Bearbeitung der Natur als Auftrag von Gott an den Menschen verankert:

“Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.” (Gen I,28)

(Neben einer theologischen Interpretation gibt es auch die Lesart, dass damit der historische Umbruch (der Übergang von den Jagdkulturen zum Ackerbau) reflektiert wurde.)

Das Mittelalter verknüpfte Technik mit dem Ziel der Kompensation menschlicher Schwächen und seiner generellen Unfertigkeit. Im Unterschied zur Antike wird der Technikbegriff auf das (effiziente) Hervorbringen begrenzt und klammert ethische Fragen explizit aus. Daraus entsteht ein universialistisches, enttheoligisiertes und ethikneutrales Verständnis von Technik.

Vom Mittel zum Zweck zum Selbstzweck

Der Mensch emanzipierte sich weiter von der Natur und die Welt wurde nicht mehr als gottgegeben begriffen, sondern wird als vom jeweiligen Standpunkt abhängig erschlossen. Das Erschaffen von Dingen, z.B. ein Löffel, folgt keinem Vorbild der Natur, sondern entspringt ausschließlich dem menschlichen Geist. Der Mensch wird somit zum Alter Deus (zweiter Gott). Exemplarisch ausgearbeitet wurde die technisch hervorgebrachte Welt in der Utopie “Nova Atlantis” , die u.a. das Prinzip der Arbeitsteilung vorsah, von Francis Bacon aus dem Jahr 1627.

René Descartes ging dann noch einen Schritt weiter, indem er den Mensch als denkendes Wesen (“res cogitans”) von der Welt (“res extensa”) abgekoppelte: Der Mensch als Subjekt beherrscht die Welt als Objekt. Dieser strikte Dualismus ließ die Frage nach dem Zweck der Beherrschung der Welt durch den Mensch in den Hintergrund rücken. Eine Reflexion zum Sinn und Zweck von Technik steht seitdem aus, was im Hinblick auf den Stellenwert, den wir Technik heute zubilligen (“technozentrisches Weltbild”), problematisch ist.

Bei Gottfried Wilhelm Leibniz finden wir eine weitere Stufe der Enttheologisierung der Naturwissenschaft, ging er doch von einer Welt als Maschine aus, die logischen Regeln und Abläufen folgt (modern gesprochen handelt es sich hierbei um Algorithmen). Die Kenntnis mathematisch-naturwissenschaftlicher Prinzipien begründete den Fortschrittsglauben, der seit dem 19. Jahrhundert an Geschwindigkeit zunimmt und auch eine Reihe von Gegenbewegungen provozierte.

Der Mensch als Prothesengott

Sigmund Freud greift in seiner Schrift “Das Unbehagen in der Kultur” das u.a. bei Bacon entwickelte Bild des Alter Deus wieder auf.

“Es klingt nicht nur wie ein Märchen, es ist direkt die Erfüllung aller – nein der meisten – Märchenwünsche, was der Mensch durch seine Wissenschaft und Technik auf dieser Erde hergestellt hat, in der er zuerst als ein schwaches Tierwesen auftrat und in die jedes Individuum seiner Art wiederum als hilfloser Säugling – oh inch of nature! – eintreten muß. All diesen Besitz darf er als Kulturerwerb ansprechen. Er hatte sich seit langen Zeiten eine Idealvorstellung von Allmacht und Allwissenheit gebildet, die er in seinen Göttern verkörperte. Ihnen schrieb er alles zu, was seinen Wünschen unerreichbar schien – oder ihm verborgen war. Man darf also sagen, diese Götter waren Kulturideale. Nun hat er sich der Erreichung dieses Ideals sehr angenähert, ist beinahe selbst ein Gott geworden. Freilich nur so, wie man nach allgemein menschlichem Urteil Ideale zu erreichen pflegt. Nicht vollkommen, in einigen Stücken gar nicht, in anderen nur so halbwegs. Der Mensch ist sozusagen eine Art Prothesengott geworden, recht großartig, wenn er alle seine Hilfsorgane anlegt, aber sie sind nicht mit ihm verwachsen und machen ihm gelegentlich noch viel zu schaffen” (S. 38f.)

Die Prothesen der heutigen Zeit sind Smartphone, Tablet, intelligente Uhren oder digitale Medien wie Google Now, mit denen alltägliche Ärgernisse in der Welt (Stau, Zugverspätungen) immer besser beherrscht werden können. Den Menschen macht die zunehmende Weltbeherrschung, so Freud, jedoch nicht glücklich. Es bleibt ein Unbehagen in der Kultur.

Technik als Ge-stell

Eine wichtige Position der neueren Technikphilosophie wurde von Martin Heidegger entwickelt, der Technik als Ge-stell verstand. Grob vereinfacht, geht es dabei darum, dass durch Technik die Natur als Ressource und Bestand gestellt und damit verfügbar werde. Für Heidegger ist der Wandel von einer vormodernen zu einer modernen bzw. hypermodernen Technik verbunden mit einem Wandel der Erkenntnismöglichkeiten des Menschen.

Ge-stell heißt das Versammelnde jenes Stellens, das den Menschen stellt, d. h. herausfordert, das Wirkliche in der Weise des Bestellens als Bestand zu entbergen. Ge-stell heißt die Weise des Entbergens, die im Wesen der modernen Technik waltet und selber nichts Technisches ist.

(aus: Die Frage nach der Technik)

Technik bringt somit das zum Vorschein, was die Natur von sich aus nicht zeigt. Daraus leitet Heidegger die Gefahr der Ausbeutung der Natur und der Manipulierung der Welt ab. Technik schafft, wie es oft heißt, “ganz neue Möglichkeiten”, allerdings auch völlig neue Herausforderungen.

Der u.a. im Silicon Valley verbreitete Ansatz des Solutionism zeigt wie mächtig das Denken über Technik als Ge-stell geworden ist. Für Evgeny Morozov hat sich daraus eine eigene Ideologie, “technological solutionism”, entwickelt:

an endemic ideology that recasts complex social phenomena like politics, public health, education, and law enforcement as neatly defined problems with definite, computable solutions or as transparent and self-evident processes that can be easily optimized—if only the right algorithms are in place!

Die Medien reagieren mittlerweile auch auf diese Entwicklung so wie der SPIEGEL mit dem alarmistischen Titel “Die Weltregierung”.

Schlussfolgerungen

Technik verweist auf ein komplexes Beziehungsgeflecht, dessen wir uns im im Alltag und in der Wissenschaft häufig nicht bewusst sind. Es ist selbstverständlich geworden, Technik einzusetzen und nach immer mehr technischen Lösungen zu rufen. Technik ist auf diese Weise eng verbunden mit der großen Erzählung der Aufklärung und des Fortschritts. So heißt es beispielsweise in der Präambel der Digitalen Agenda 2014-2017 der Bundesregierung: “Der digitale Wandel bietet große Chancen, unseren Wohlstand und die Lebensqualität zu steigern und Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern.”

Auf der anderen Seite ist die Aussicht auf immer mehr Technik Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen, die allerdings eher reflexhaft, denn fundiert artikuliert werden. So warnt der Lehrerverband angesichts der drohenden “Total-Digitalisierung” vor einer Reihe möglicher Kollateralschäden. Die Verwendung des militärischen Begriffs “Kollateralschaden” zeigt wieder einmal an, dass hier einiges auf dem Spiel steht. Gerade dann ist ein distanziertes Nachdenken über grundlegende Fragen zum Sinn und Unsinn von Technik wichtig.

Technik ist kein neutrales, uns beliebig zur Verfügung stehendes Instrument zur Verbesserung von Gesellschaft und Bildung, sondern eng verwoben mit politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Werten und Normen. Eine Übersetzung sozialer Praktiken in technologische “Lösungen” ist nicht derart möglich wie im Fall der Übersetzung von einer Sprache in eine andere.

Weder ein Technikdeterminismus – der Glaube an Technik als bestimmende Kraft, die menschliches Verhalten und soziale Kommunikation prägt, im Bereich der digitalen Bildung z.B. als Angst “Machen Computer unsere Kinder doof?” geäußert – noch ein Sozialdeterminismus – der Mensch allein steht im Mittelpunkt und bestimmt, wie Technik entwickelt und zu welchen pädagogischen Zwecken eingesetzt wird, bringen uns weiter.

Vielleicht hilft eine Rückschau zu den hier exemplarisch zusammengetragenen technikphilosophischen Positionen. Es bietet sich dort ein reichhaltiger Fundus, der vor dem Hintergrund von Big Data, MOOCs, Industrie 4.0 etc, hilft, reflektiert mit den Herausforderungen umzugehen. Forderungen wie “Entnetzt euch!” sind dafür interessante Beispiele.

Angesichts der rasanten Geschwindigkeit, mit der Technik immer mehr in unser Leben eingreift, sollten wir nicht zu lange warten.

 


 

 

Literatur

Hubig, C. (2001). Historische Wurzeln der Technikphilosophie. In C.Hubig (Hrsg.), Nachdenken über Technik (S. 19-40). Berlin: Ed. Sigma.

 

Open Educational Resources als digitale Heterotopie (PREVIEW)

Das Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung hat mich für einen Vortrag zum Thema Open Educational Resources (OER) aus bildungsphilosophischer Sicht eingeladen.

Hier mein Abstract:

Seit mehr als einer Dekade sind Open Educational Resources (OER) ein globales Bildungsphänomen, das mit dem universalistischen Anspruch „Bildung für alle“ für eine bessere Gesellschaft, eine prosperierende Wirtschaft und eine offene Kultur eintritt. Im Kern geht es bei OER, so die Pariser Erklärung der UNESCO vom Juni 2012, um „Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang, sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizenzierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige internationale Abkommen festgelegt ist, und respektiert die Urheberschaft an einem Werk.“ Die Idee, hochwertige digitale Inhalte frei über das Internet anzubieten wurde im April 2001 vom Massachusetts Institut of Technology (MIT) geboren und praktisch in die Tat umgesetzt (MIT OpenCourseWare). Was als Utopie des Cyberspace begann – so wie beispielsweise in der Unabhängigkeitserklärung von Barlow 1996 formuliert, wird nun als Heterotopie, als real existierender Gegenort weitergeführt.

Um die Besonderheit von OER als digitale Heterotopie erkennen und einschätzen zu können, wird im Vortrag zunächst ein bipolares Analyseraster „Utopie-Dystopie“ eingeführt und anhand klassischer Utopien (Platons Politeia) und Dystopien (Orwells „1984“) deren Besonderheiten vorgestellt. Ein charakteristisches Merkmal, das beiden Beschreibungsfiguren gemeinsam ist, ist das geschlossene System, innerhalb dessen Wunschvorstellungen artikuliert werden. Auf der anderen Seite reflektieren Dystopien vor dem Hintergrund historischer Erfahrungen die Fehlentwicklungen von Utopien. Mit dem Begriff der Heterotopie, der von Foucault im Rahmen eines Radiovortrag entwickelt wurde, kommt ein neues Merkmal hinzu. Damit gemeint sind „Gegenräume“ bzw. „lokalisierte Utopien“ wie Friedhöfe, Bordelle oder Gefängnisse, die entgegen der üblichen gesellschaftlichen Normen und Werte funktionieren. Auch das Altenheim, bzw. die Seniorenresidenz ist eine Heterotopie, da hier die kapitalistische Leistungsgesellschaft ausgehebelt wird.

Im Digitalbereich war bis zur „Geburt“ von OER Produktion, Distribution und Konsumtion von Inhalten aller Art (Musik, Videos, Zeitungen) zahlungspflichtig und damit reguliert. Mit OER kommt die völlig utopische Idee hinzu, digitale Artefakte nicht nur umsonst, sondern – und das ist das Alleinstellungsmerkmal, auch nach eigenen Vorstellungen frei veränderbar zur Verfügung zu stellen. Mit der Wikipedia oder der Plattform Wikieducator finden sich nun solche Inhalte, sodass hier tatsächlich von einer Heterotopie gesprochen werden kann. Durch die liberale Lizenzierung, z.B. mittels CreativeCommons, werden umfassende Nutzungs- und Weiterverwertungsrechte eingeräumt, zum Teil gekoppelt an die Pflicht, die veränderten OERs unter gleicher Lizenz oder nur nichtkommerziell anzubieten. Somit ist sichergestellt, dass der Gegenort OER erhalten bleibt und wächst. Historische Beispiele lehren uns jedoch, dass Heterotopien vergänglich sein können, wenn sich gesellschaftliche Vorstellungen und Politiken ändern. Was bedeutet das für OER? Aktuell ist nicht von einem baldigen Verschwinden auszugehen, da einflussreiche AkteuerInnen wie die EU am Ausbau von OER arbeiten, wie z.B. im Rahmen der Opening Up Education Initiative („Die Bildung öffnen: Innovatives Lehren und Lernen für alle mithilfe neuer Technologien und frei zugänglicher Lehr- und Lernmaterialien“).

Auf der anderen Seite lassen sich im Anschluss an historische Dystopien auch kritische Aspekte von OER aufführen. So kann die radikale (Selbst-)Verpflichtung zur freien Weitergabe von Inhalten zu einem „Offenheitsregime“ führen, dass Alternativen zu OER, wie etwa das klassische Copyright-Prinzip, ausgrenzt. Auch die Forderung, dass OER nur mit einer Veränderung des lehrerInnen-dominierten Unterrichtsmodells ihre vollen Potentiale entfalten können, ist kritisch zu diskutieren. Es könnte hier, ähnlich dem von Horkheimer und Adorno beschriebenen dialektischen Prozess der Aufklärung, zu einer Instrumentalisierung des pädagogischen Prinzips Offenheit, hier verstanden als lernerInnen-zentriert, kommen. Im Zeitalter des Neoliberalismus verschwinden außerdem genuin pädagogische Ziele (Ausweitung des Zugangs zu höherer Bildung) hinter der Forderung, mit OER sein „Humankapital“ immer „up to date“ zu halten, um damit den Anforderungen der kapitalistischen Leistungsgesellschaft gerecht zu werden.

Mit dem Aufkommen der Massive Open Online Courses (MOOCs), die als konnektivistische (cMOOCs) oder Massenkurse (xMOOCs) seit 2008/2012 für viel mediale Berichterstattung und bildungspolitische Initiativen sorgten, bekommt die OER-Debatte eine weitere Dimension. Openness wird dabei als ein neues Leitmotiv, in allerdings höchst unterschiedlicher Bedeutung, auserkoren. Die cMOOCs verstehen Openness als ein Imperativ, d.h. jeder, der OER nutzt und damit arbeitet, muss die Ergebnisse seiner Arbeit auch wieder als OER zur Verfügung stellen. Dagegen kennen viele xMOOCs gar keine OER und verstehen Openness daher auch nur als Marketingstrategie zur Attraktion von extrem großen Gruppen.

Der Vortrag endet mit einer Gegenüberstellung utopischer, dystopischer und heterotopischer Merkmale von Open Educational Resources.

Videre et videri: Vom Sehen und Gesehenwerden in der Bildung

So lautet mein Beitrag, der gerade in der Zeitschrift Forum Wissenschaft des Bunds demokratischer Wissenschaftler_innen erschienen ist. Darin nehme ich ähnlich wie bei meinem Vortrag “Die Gespenster der Digitalen Bildung. Oder wie viel Humboldt darf es sein” oder im Beitrag “The dark side of the MOOC” eine kritische Perspektive ein.

Hier die Ankündigung:

Open Education wird mit der Hoffnung auf mehr Chancengerechtigkeit durch eine steigende Verfügbarkeit freier Bildungsmaterialien verbunden. Die Erwartungen haben in letzter Zeit einen Dämpfer erfahren, als die Rezeption von Massive Open Online Courses (MOOCs) ernüchternde Ergebnisse zeitigte. Markus Deimann eröffnet mit seinem Beitrag nun die Diskussion über die nicht zu unterschätzende ›dunkle Seite‹ von Open Education, die Offenheit in ihr Gegenteil verkehren kann – Kontrolle und Disziplinierung.

Und hier der Text:

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Neue Publikation: “The dark side of the MOOC”: Eine Hochschule für alle? erschienen

Die DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) Projektgruppe “Virtuelle Bildung” hat nun (endlich) den Abschlussbericht “Die internationale Hochschule. Die Internationalisierung der deutschen Hochschulen im Zeichen virtueller Lehr- und Lernszenarien” vorgelegt. Endlich, weil der Bearbeitungszeitraum der Projektgruppe zwischen November 2012 und November 2013 lag. Die vielfältigen Aktivitäten (Call-for Papers, Expert_innen-Interviews, Workshops) kosteten aber einfach so viel Zeit und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hier gibt es den Abschlussbericht als open access Download.

Ich selbst war auch aktiv in der Projektgruppe:

  • Mein Beitrag “The dark side of the MOOC”: Eine Hochschule für alle? beginnt auf Seite 174
  • Meine Folien zum Vortrag auf der DAAD-Leitertagung in Bonn findet sich hier
  • Mein Blogposting zur Arbeit in der Projektgruppe

 

Die Gespenster der Digitalen Bildung

Mein Vortrag im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität in Hagen liegt nun schon 14 Tage zurück und ist bereits in verschiedenen medialen Kanälen aufbereitet worden:

Das Video der nachträglichen Vortragsaufzeichnung auf YouTube

Die Folien auf Slideshare

und der Bericht der Pressestelle der FernUniversität in Hagen

http://www.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2014/11/24_am_markus_deimann_spricht_ueber_digitale_bildung.shtml