Warum wir für Arbeit 4.0 nicht Bildung 4.0 brauchen

so der Titel des Vortrags, zu dem ich für die Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudien nach Hannover eingeladen wurde.

Leibnizhaus Hannover (Foto von Markus Deimann, CC-BY)

Mit meinem Vortrag (Aufzeichnung, Slides, Manuskript) wollte ich den Fehlschluss problematisieren, bei der die sog. vierte Revolution der Menschheit für Arbeit und Industrie auf Bildung übertragbar ist. Als Bildungswissenschaftler ist mir wichtig, Bildung als eigenständige Disziplin mit langer Tradition deutlich zu machen. Es gibt eine Eigenlogik bei Bildung, die bei Innovationsversuchen („Bildung 4.0“) zu berücksichtigen ist. Stattdessen wird Bildung instrumentalisiert und kolonialisiert von Ingenieurkunst, Technik und IT, so wir kürzlich in der FAZ, als HPI-Direktor Meinel Humboldt sogar zum Fan der Bildungscloud machte. Das ist eine reine Zuschreibung, die sich nicht begründen lässt.

Demgegenüber stelle ich eine bildungsphilosophisch ausgerichtete Perspektive, mit der die gängigen Annahmen der „digitalen Bildung“ kritisch diskutiert werden können.

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Ein Gedanke zu „Warum wir für Arbeit 4.0 nicht Bildung 4.0 brauchen

  1. timovt

    Lieber Markus,
    nur als erster Kommentar, damit es mal angestoßen ist und nicht verloren geht: Finde es sehr spannend, sich die Ursprünge der Erzählung einer Kalifornischen Ideologie mal anzuschauen. Muss sagen, dass ich mich da noch nicht mit auseinandergesetzt habe, aber spannend könnte es bspw. sein, auch Literarische oder andere künstlerische Ausdrucksweisen aus der Hippie-Zeit auf ihre Bildungsverständnisse hin zu untersuchen.

    Vielleicht gibt es dazu aber auch schon was…

    Beste Grüße
    Timo

    Antwort

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